Falk Wieland:
Lebendige Unterwasserfotografie


Forschungstauchen
 

Forschungstauchen

Der Forschungstaucher ist ein Berufstaucherabschluss, der nach viel Tauchpraxis mit wissenschaftlicher Fragestellung und einer etwa dreimonatigen Ausbildung erworben wird. Die Forschungstaucherausbildung dürfen allein zugelassene Ausbildungsbetriebe anbieten, und die Prüfung erfolgt durch die Prüfungskommission Forschungstauchen des Fachausschusses der Berufsgenossenschaft Tiefbau. Forschungstaucher erhalten eine theoretische Ausbildung auf dem derzeitigen Wissensstand des Berufstauchens und müssen im Kurs 50 Zeitstunden unter Wasser praktische UW-Arbeitserfahrung erwerben. Damit unterscheidet sich der Forschungstaucherabschluss deutlich von zusätzlichen Sporttaucherbrevets a la "Scientific Diver".     www.forschungstauchen-deutschland.de

Forschungstaucherarbeiten sind allein dann rechtens und versichert, wenn die Ausführenden den Abschluss mit Erfolg erworben haben, über eine jährlich zu aktualisierende medizinische Tauglichkeit G31 verfügen und vor Ort so gut wie möglich nach den "Regeln für den Einsatz von Forschungstauchern GUV-R 2112" der "Berufsgenossenschaft Tiefbau" arbeiten.

Forschungstaucher dürfen alle Arbeiten im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Fragestellungen, speziellen Probennahmen, Kartierungen, Gewässermonitoring sowie dafür nötige leichte Montagearbeiten im Auftrag von Hochschulen, Behörden und privaten Biologenbüros übernehmen.

Forschungstaucher sind nicht berechtigt, Aufträge aus dem Bereich des Kraftwerks- und Bautauchens im Sinne von Unterwasserbetonieren, Schweißen, Brennschneiden oder UW-Sprengen auszuführen. Dafür sind weitergehende Ausbildungen erforderlich.

Der Inhaber dieser Website Falk Wieland hat seinen Forschungstaucherabschluss am 25.06. 1999 an der Universität Rostock erworben. Die Ausbildung war auch nach 20 Jahren Sporttauchpraxis und eines militärischen Intermezzos als Pionier- und Sprengtaucher in der Armee ein großer Gewinn und kann hier sehr empfohlen werden. Danke und herzliche Grüße an die Tauchkameraden in Rostock.

Detailinfos:     www.uni-rostock.de/forschungstaucher

Referenzen Forschungstauchen

Im Laufe der Jahre hat der Website-Inhaber an folgenden wissenschaftlichen Taucharbeiten/ Forschungskampagnen teilgenommen:

Vor 1999 diverse UW-Fotoarbeiten, Montagearbeiten an Enclosures-Inseln, UW-Reinigung, Wartung und Reparaturen an einer Fällmitteldosieranlage mit UW-Pumpen in der Talsperre Bautzen.

1999 Sediment- und Wasserpflanzenkartierung in der Flußspree (Krumme Spree) für das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin (IGB).         www.igb-berlin.de

2000 Qualitative Fischbestandsermittlung und insbesondere auch quantitative Aalbestandsermittlung in der Talsperre Saidenbach für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.
http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/fakultaet_forst_geo_und_hydrowissenschaften/fachrichtung_wasserwesen/ihb/limnologie

2001 Qualitative Fischbestandsermittlung durch Nachttauchen in der Kerspe-Talsperre für das Biologenbüro Werner, Pulsnitz.      http://limnofisch.de

2002 Nächtliche Erfassung des Aalbestandes und Beurteilung der Fangverteilung in Stellnetzen in der Talsperre Wiehl (Der schöne bewaldete See mit der Insel aus der Krombacher-Werbung!) für das Biologenbüro Werner, Pulsnitz.


Austarieren einer getaucht stehenden Puppenfalle im Steinbruchsee Haustein Steina.


Vorbereitung von Forschungstaucherarbeiten in der Talsperre Klingenberg    (Foto: Cornelia Beyer)


Benthische Algenmatten mit einem gewissen Blaualgenanteil bilden kompakte filzartige Beläge am Grunde von Talsperren aus.


Die massiven Algenmatten umschließen große Steine vorhangartig.


Aufsteigende Gasblasen formen bis zu halbmeterhohe Kegel aus den benthischen Algenmatten.


Einbau von Dialysekammern in den Wasser-Sediment-Bereich.


Obwohl ringsum fette Algenmatten wuchern, wurde dieses Edelstahlgefäß mit Glaskugeln als künstlichem Substrat nicht angenommen. Dieser Anblick unterstreicht die Bedeutung von in-situ-Probennahmen und -beobachtungen.


2003 Kartierung von benthischen Algenrasen in den Talsperren Klingenberg und Saidenbach für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.

2003 Qualitative erste Makrophytenerfassung im Tagebaurestsee Goitzsche Bitterfeld für die Umweltforschungszentrum-Leipzig-Halle-GmbH.         www.halle-ufz.de

2004 Kartierung und Beprobung benthischer Algenrasen in der Saidenbach-Talsperre, der Oberen Talsperre Neunzehnhain, der Unteren Talsperre Neunzehnhain, der Talsperre Klingenberg und der Talsperre Cranzahl für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.

2005 Kartierung und Probennahmen an benthischen Algenrasen in der Talsperre Klingenberg sowie regelmäßiger Einbau von Dialysekammern in den Wasser-Sediment-Grenzbereich, für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.

2005 Austarierung und Funktionsüberprüfung von speziellen Puppenfallen, die ähnlich wie Emergenzfallen an der Wasseroberfläche in diesem Fall einen halben Meter über dem Seesediment schwebend im Gewässer stehen, Steinbruchsee Haustein und Talsperre Saidenbach, für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.

2005 Kontrolle und Fotodokumentation der Tauchwand in der Haselbach-Vorsperre der Talsperre Saidenbach für die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen.       www.talsperren-sachsen.de

In Vorbereitung für 2006: Kartierung und UW-Beprobung benthischer Algenrasen in der Wahnbachtalsperre für das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden.

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